Nach der Schulteroperation
Nachbehandlung: Rotatorenmanschettennaht
Schutz der Sehnennaht und schrittweiser Aufbau der Schulterfunktion.
Nachbehandlung · Orientierungsplan
Rotatorenmanschettennaht
Schutz der Sehnennaht und schrittweiser Aufbau der Schulterfunktion.
PRP als ergänzende Nachbehandlung
Nach einer Rotatorenmanschettennaht empfehle ich nach individueller Prüfung eine einmalige PRP-/ACP-Injektion (Eigenblutbehandlung) etwa 4–6 Wochen nach der Operation. Ziel ist, die Sehnenheilung zu unterstützen und das Risiko eines erneuten Risses zu vermindern.
Eine verlässliche Senkung des Re-Rupturrisikos durch genau diese einmalige Injektion nach 4–6 Wochen ist bislang nicht ausreichend belegt. Positive Studien zur Re-Rupturrate betreffen überwiegend andere Anwendungen, insbesondere während der Operation. Die Behandlung wird daher individuell besprochen und ersetzt weder den Schutz der Naht noch die Rehabilitation.
Eigenblutbehandlung: Ablauf und Kosten →
Ruhigstellungsdauer: Nachbehandlungsschema von Dr. Michael Possegger, Stand 17.10.2026. Bei Frakturen, Revisionen, zusätzlichen Sehnenrekonstruktionen oder abweichendem Heilungsverlauf kann ein längerer Schutz erforderlich sein.
Studien zur Einordnung: Randomisierte Studie zur PRP-Anwendung während der Operation, 2024 · Randomisierte Studie zur zusätzlichen postoperativen PRP-Injektion, 2021 · Pilotstudie mit intraoperativer und zusätzlicher Injektion nach vier Wochen, 2014
Schritt für Schritt zurück in den Alltag.
Einheilung schützen
Schlinge oder Abduktionskissen in meinem Nachbehandlungsschema etwa 3–4 Wochen. Geführte passive oder assistierte Übungen nur im freigegebenen Rahmen. Auch nach Ablegen der Orthese bleibt die Naht geschützt: kein eigenständiges Heben, Tragen oder Abstützen bis zur Freigabe.
Aktiv bewegen
Nach Kontrolle schrittweise aktive Bewegung. Der Zeitpunkt richtet sich nach Rissgröße, Sehnenqualität und Nahtspannung.
Kraft entwickeln
Dosiertes Training zunächst mit geringer Belastung. Gute Bewegungskontrolle geht vor hohen Widerständen.
Belastbarkeit prüfen
Beruf und Sport stufenweise aufbauen. Große Risse und hohe Anforderungen können eine deutlich längere Rehabilitation benötigen.
Arbeit, Bewegung & Alltag
| Bereich | Was Sie einplanen sollten |
|---|---|
| Mobilisierung | Passive Bewegung erfolgt ohne aktive Schulterarbeit, assistierte Bewegung mit Unterstützung. Aktive Bewegung bedeutet eigenen Muskeleinsatz. Welche Form erlaubt ist, steht im persönlichen Plan. |
| Körperliche Arbeit | Schwere körperliche oder wiederholte Überkopfarbeit häufig erst nach mehreren Monaten, als Planungsrahmen oft 4–6 Monate oder länger. Funktion und Heilung entscheiden. |
| Sport | Schulterbelastender Sport meist über mehrere Monate aufbauen; Kontakt- und Überkopfsport häufig frühestens um 6 Monate, bei großen Rissen später. |
| Autofahren | Erst ohne Orthese, ohne beeinträchtigende Medikamente und wenn Sie Lenken, Schalten und Notmanöver sicher beherrschen. Den Zeitpunkt bei der Kontrolle besprechen; es gibt keinen automatischen Freigabetag. |
| Schlafen & Alltag | Arm nach Anleitung unterstützen und Entlastungspositionen nutzen. Hilfe bei Anziehen, Haushalt und Kinderbetreuung vorab organisieren. Nicht auf dem operierten Arm abstützen, solange dies nicht freigegeben ist. |
Medizinische Orientierung: Schulthess Klinik · Deutsches Schulterzentrum, ATOS München (Tauber/Martetschläger). Inhaltlich aktualisiert: 16.10.2026. Quellen und Einordnung. Diese Informationen ersetzen keinen persönlichen Untersuchungs- oder Nachbehandlungsplan.
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Termin vereinbarenDr. Michael Possegger · Facharzt für Orthopädie und Traumatologie · Medizinischer Inhalt: 16.10.2026. Die Informationen ersetzen keine persönliche Untersuchung.
