Das Schultereckgelenk verbindet Schlüsselbein und Schulterdach. Verschleiß kann einen klar lokalisierbaren Schmerz auslösen. Nach einem Sturz auf die Schulter können stabilisierende Bänder verletzt sein – eine sogenannte AC-Gelenksprengung.
Woran kann man es erkennen?
- Druckschmerz direkt oben auf der Schulter
- Schmerzen beim Führen des Arms vor den Körper
- Nach Unfall eventuell sichtbarer Hochstand des Schlüsselbeins
Wie wird die Ursache geklärt?
Klinische Untersuchung und geeignete Röntgenaufnahmen unterscheiden Arthrose von Bandverletzungen. Bei Instabilität werden die vertikale und horizontale Stabilität sowie der individuelle Funktionsanspruch beurteilt.
Was hilft ohne Operation?
Bei Arthrose kommen Belastungsanpassung, Physiotherapie und gegebenenfalls eine gezielte Infiltration infrage. Viele niedriggradige Bandverletzungen werden mit kurzzeitiger Schlinge und anschließender funktioneller Therapie behandelt.
Wann kommt eine Operation infrage?
Bei anhaltend schmerzhafter Arthrose kann eine begrenzte Entfernung des äußeren Schlüsselbeinendes erwogen werden. Bei ausgeprägter oder symptomatisch bleibender Instabilität kommt eine Bandstabilisierung beziehungsweise Rekonstruktion infrage. Nicht jede sichtbare Stufe muss operiert werden.
Was bedeutet das für die Zeit danach?
Nach einer reinen Gelenkresektion ist meist eine frühere Mobilisation möglich. Eine Bandrekonstruktion braucht dagegen konsequenten Schutz; häufig ist eine Schlinge für etwa 6 Wochen erforderlich.
Passende Nachbehandlung ansehen↗Eine AC-Bandstabilisierung und eine reine AC-Gelenkresektion haben unterschiedliche Nachbehandlungen. Der Arthroskopieplan gilt nur ohne zusätzliche Sehnen- oder Bandnaht.
Ihr passender Nachbehandlungsplan – direkt auf dieser Seite: Öffnen Sie den durchgeführten Eingriff für Ruhigstellung, Mobilisierung, Berufsfähigkeit und Sport. Ihr persönlicher OP-Plan hat Vorrang.
AC-Gelenksstabilisierung – Nachbehandlungsplan öffnen
Nachbehandlung · Orientierungsplan
AC-Gelenksstabilisierung
Bandrekonstruktion am Schultereckgelenk schützen und die Schulter kontrolliert mobilisieren.
Ihr persönlicher OP-Plan hat Vorrang. Diese Zeiträume helfen bei der Planung eines unkomplizierten Verlaufs. Sie sind keine individuelle Freigabe. Begleiteingriffe, Gewebequalität und Kontrollen können die Dauer verändern.
RuhigstellungHäufig 5–6 WochenSchutz der Bandrekonstruktion.
BüroarbeitIndividuell planenAngepasste Tätigkeit gegebenenfalls früher möglich.
Kraft & BelastungHöhere Lasten ab ca. 3 MonatenNur nach Kontrolle und Freigabe.
Schritt für Schritt zurück in den Alltag.
Woche 0–6Rekonstruktion schützen
Begrenzte passive Mobilisation nach Plan. Kein Heben, Tragen oder Abstützen mit dem operierten Arm.
Ab ca. Woche 6Aktiv bewegen
Nach Kontrolle schrittweise aktive Bewegung und Schulterblattkontrolle aufbauen.
Ab ca. Monat 3Kraft entwickeln
Widerstände und berufliche Anforderungen vorsichtig steigern, soweit freigegeben.
Häufig um Monat 6Sport vorbereiten
Kontakt- und Sturzrisikosport erst bei ausreichender Heilung, Kraft und Schulterkontrolle.
Für diesen Eingriff besonders wichtig: Akute Stabilisierung, chronische Bandrekonstruktion und zusätzliche Sehnentransplantate können unterschiedliche Nachbehandlungsvorgaben haben.
Arbeit, Bewegung & Alltag
Bitte frühzeitig melden: zunehmende Rötung, Überwärmung, Wundsekret, Fieber, neu auftretende Taubheit oder deutlicher Kraftverlust. Bei Atemnot, Brustschmerz oder schwerer Kreislaufstörung:
Rettung 144.
Medizinische Orientierung: Universitätsklinikum Dresden · Schulthess Klinik · Universitätsklinikum Münster. Inhaltlich aktualisiert: 16.10.2026. Quellen und Einordnung. Diese Informationen ersetzen keinen persönlichen Untersuchungs- oder Nachbehandlungsplan.
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Arthroskopie ohne Sehnennaht – Nachbehandlungsplan öffnen
Nachbehandlung · Orientierungsplan
Arthroskopie ohne Sehnennaht
Zum Beispiel isolierte Kalkentfernung, Débridement oder AC-Gelenkresektion ohne zusätzliche Rekonstruktion.
Ihr persönlicher OP-Plan hat Vorrang. Diese Zeiträume helfen bei der Planung eines unkomplizierten Verlaufs. Sie sind keine individuelle Freigabe. Begleiteingriffe, Gewebequalität und Kontrollen können die Dauer verändern.
RuhigstellungOft wenige TageNach Bedarf und konkretem Operationsbefund.
BüroarbeitHäufig ca. 1–4 WochenJe nach Eingriff, Schmerz und Tätigkeit.
Kraft & BelastungSchrittweiseNach Wundheilung, Beschwerden und Freigabe.
Schritt für Schritt zurück in den Alltag.
Erste TageSchmerzen kontrollieren
Schulter nach Anweisung früh schmerzadaptiert bewegen. Wunde schützen und Hilfe im Alltag nutzen.
Erste WochenBeweglichkeit fördern
Aktive und passive Mobilisation ohne forcierte Dehnung. Bei Kapsellösung besonders auf die verordnete Physiotherapie achten.
Im weiteren VerlaufBelastung aufbauen
Kraft und Alltagstätigkeiten dosiert steigern. Anhaltende Beschwerden bei der Kontrolle ansprechen.
Häufig über 6–12 WochenZur Belastung zurück
Schwere und wiederholte Überkopfbelastung langsam aufbauen. Der genaue Verlauf hängt von der behandelten Ursache ab.
Für diesen Eingriff besonders wichtig: Wurde während der Arthroskopie doch eine Sehne genäht, eine Tenodese oder Stabilisierung durchgeführt, gilt dieser kurze Nachbehandlungsplan nicht.
Arbeit, Bewegung & Alltag
Bitte frühzeitig melden: zunehmende Rötung, Überwärmung, Wundsekret, Fieber, neu auftretende Taubheit oder deutlicher Kraftverlust. Bei Atemnot, Brustschmerz oder schwerer Kreislaufstörung:
Rettung 144.
Medizinische Orientierung: Schulthess Klinik · Deutsches Schulterzentrum, ATOS München (Tauber/Martetschläger). Inhaltlich aktualisiert: 16.10.2026. Quellen und Einordnung. Diese Informationen ersetzen keinen persönlichen Untersuchungs- oder Nachbehandlungsplan.
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Gut zu wissen: Nach einem Sturz mit starker Fehlstellung, Hautspannung oder Durchblutungsstörung bitte umgehend unfallchirurgisch vorstellen.
Medizinische Orientierung: Klinik Impuls · Schulthess Klinik. Inhaltlich aktualisiert: 16.10.2026. Quellen und Einordnung. Diese Informationen ersetzen keinen persönlichen Untersuchungs- oder Nachbehandlungsplan.